FF Bornim       Geschichte

 

Gerätehaus der FF Bornim vom Feld aus gesehen"

Geschichte der FF Bornim Teil 1

Die Gründung 1897


Es war der 27. November des Jahres 1897 als die Bürger des kleinen Ortes Bornim
eine freiwillige Feuerwehr gründeten. 39 Mitglieder sollten von nun an als Feuerwehr
organisiert das Dorf vor dem Feuerteufel schützen.


Mannschaft und Ausrüstung zur Gründungszeit


Nach alten Unterlagen (Zeichnung von 1895) stand das erste Spritzenhaus
unmittelbar vor der Bornimer Kirche an der Potsdamer Straße. Es war ein
einfacher Gemauerter Schuppen in dem ein Fahrzeug Platz hatte.


Spritzenhaus in Bornim um 1895

Spritzenhaus an der Potsdamer Straße um 1905

In dem später erbauten Spritzenhaus, einem Gebäude in der Mitschurinstraße 1, damals Koloniestraße,
das der Gemeinde gehörte und das auch auf dem Grund und Boden der Gemeinde stand
waren 3 Toreinfahrten. Dahinter war die Löschtechnik, bestehend aus einer Handdruckspritze
und einem Leiterwagen untergebracht. Die Tore, die zur Straße führten gehörten zur
Feuerwehr, die die zum Hof führenden Tore gehörten zur Schule. Natürlich war im
Spritzenhaus auch eine Arrestzelle für den Gendarmen vorhanden.


Gerätehaus der freiwilligen feuerwehr Bornim um 1900

Mannschaft und Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr Bornim,
1922 - Antreten zum 25-jährigen Bestehen


Im Alarmfall war ein Vorspanndienst organisiert. Verschiedene Bauern wurden dazu
verpflichtet bei Ausbruch eines Feuers oder einem anderen Gefahrenfall ihre Pferde
als Vorspanndienst zur Verfügung zu stallen. Das geschah abwechselnd, jeder der Bauern
hatte eine Woche Dienst.

Die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehr schwankte. 1923 zählte man 35 aktive Kameraden.
1934 waren es 37, wobei man sagen muss, dass bei einer Alarmierung nur etwa ein Drittel
der Kameraden tatsächlich zur Brandbekämpfung erschienen. Das lag nicht daran, dass sie nicht wollten
sondern die weiten Wegstrecken, die Verhinderung durch eine Arbeit an einem anderen Ort verhinderten
genauso wie das Alarmierungssystem das Erscheinen. Zu dieser Zeit gab es ja noch keine Sirenen und
keine "Pieper". Die Alarmierung erfolgte über die Kirchenglocken oder durch Alarmierung von Mann zu Mann.
Und dann rückte man zu Fuß oder mit dem Fahrrad an. Das dauerte natürlich seine Zeit.


Spritzenhaus der FF Bornim 1923 mit bespannten Einsatzwagen

Spritzenhaus der FF Bornim 1923 mit bespannten Einsatzwagen v.l.n.r
Leiterwagen, Handdruckpumpe, Gerätewagen


Dann wurden die mit Pferden bespannten Einsatzwagen ersetzt. Die Kraftfahrzeuge
hatten Einzug gehalten. Die FF Bornim wurde mit einem "modernen" Tragkraftspritzen Anhänger
der Firma Hermann Koebe in Luckenwalde (später VEB Feuerlöschgeräte Luckenwalde und jetzt Rosenbauer)
ausgestattet. Als Zugfahrzeug diente eine 8-Zylinder Horch-Limousine Baujahr 1928, die genauso
wie damals die Pferde bei der Alarmierung hinzu gerufen wurde. Die in Bornim ansässigen Fuhrunternehmen
wurden für diesen Vorspanndienst verpflichtet.

Die Arbeitslosigkeit ging auch an Bornim nicht vorbei. Ein positiver Aspekt war allerdings, dass nun eine
ständige Besetzung durch diese Arbeitslosen organisiert werden konnte.

In dieser Zeit kamen die ersten Frauen in die Löschgruppe.



Die Preußische Feuerwehrzeitung berichtet im 38. Jahrg.; Nr.1; 1. Januar 1928; Seite 15
von einem "großen Schadenfeuer" in Bornim. Im damaligen Militärrestaurant
"Katharinenhof" (heute Katharinenholz) war auf dem Boden ein Feuer
ausgebrochen, das den Dachstuhl und zwei Wohnungen verwüstete.
Im Einsatz waren Feuerwehren aus Bornim, Bornstedt und Potsdam,
die das Feuer nach eineinhalb Stundan gelöscht hatten.

Im 38. Jahrg.; Nr.19; 1.Oktober 1928; Seite 500 wurde davon berichtet,
dass im benachbarten Marquardt gegen gegen 4 Uhr auf dem
Gehöft des Gemeindevorstehers und Landwirts Koski ein Brand ausbrach,
der die Scheune, Stallungen und das Wohnhaus erfasst hatte.
Für die Löscharbeiten waren die Freiwilligen Feuerwehren aus
Bornim, Bornstedt und Fahrland sowie die Potsdamer Berufsfeuerwehr
zum Brandherd geeilt.
Ein Übergreifen auf die angrenzende Gastwirtschaft mit einem Wohngebäude
konnte Dank des Einsatzes des aus Bornim stammenden
Kreisbrand-inspektor Frenzel verhindert werden.

Mannschaft der FF Bornim 1920

Die Mannschaft um 1920

Geschichte der FFw Bornim Teil 2


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